Amandio Cabral ist in erster Linie Komponist, obgleich er im Laufe seines
Lebens Gitarre gespielt und seine eigenen Songs gesungen hat. Seine Musik ist
von der Wärme und vom Gefühl seiner Heimat Kap Verde geprägt.
Amandio wurde in Ribeira Brava auf der Insel São Nicolau am
18. Januar 1935 geboren. Seine Eltern waren Antonio Cardozo Cabral (bekannt als
Antonio Clatanose) und Antonia Dalgiza Cabral (die Tochter von Nho Jon Changinha).
Er hat vier Schwestern, von denen drei in Frankreich und eine in Dakar leben.
Sein Vater und vier seiner Onkel waren alle Musiker, und sein erstes Instrument
war die Kapverdische zehnsaitige Gitarre, die Viola, die er mit 11 Jahren zu
spielen begann, während er bei einem Onkel lebte.
Er zog mit seiner Mutter nach Mindelo und lernte
Holzbearbeitung an einer polytechnischen Schule. Dadurch hatte er nur wenig Zeit
für die Musik. Mit 18 begann er Gitarre zu spielen. Zu jener Zeit lebte er bei
einer Tante, da die Mutter nach Dakar gezogen war. Dies war auch die Inspiration
für seine erste Komposition „Sodade de Mama“ (auch als „Novos d’Alegria“)
bekannt. Eine seiner ersten Kompositionen war auch „Sodade“, das Lied das später
Cesaria Evora berühmt machte.
Der Gitarrenhersteller Nho Batista
schenkte Amandio eine Gitarre und Amandio trat in Mindelo mit verschiedenen
bekannten Musikern auf und schrieb viele Lieder, die von seinen
Lebenserfahrungen handelten. Oft wurde die Musik live im Radio gespielt und
dabei einfach aufgenommen, so dass viele der frühen Lieder sehr bekannt wurden.

1959 reiste Amandio nach Dakar und 1960 nach Portugal, wo er im Radio und im
Fernsehen auftrat. Die portugiesische Regierung förderte Tourneen von Amandio
quer durch Europa und 1965 auch in die USA, wo er hauptsächlich Auftritte an
Schulen und Universitäten hatte. Er verbrachte 6 Monate in New Bedford bevor er
nach San Francisco zog.
In San Francisco trat er viele Jahre regelmäßig auf, hatte anderthalb Jahre
lang eine Fernsehshow und studierte zwei Jahre Musiktheorie an der San Francisco
State University. 1965 heiratete er. Die Ehe, aus der
sein Sohn Nicolau hervorging, dauerte jedoch nur kurze Zeit.
Amandio Cabral blieb in San Francisco und tritt nur noch selten auf. Neben
der Musik hat er noch zwei weitere Leidenschaften: Er restauriert antike Möbel
und sammelt Kunst.
Seit den 1970er Jahren verbindet Amandio eine enge musikalische Freundschaft
mit dem aus Oregon stammenden Pianisten Larry Dunlap, mit dem er bis heute
insgesamt 7 Alben aufgenommen hat.
(Quelle:
www.cvmusicworld.com)