Cesaria Evora
Cesaria Evoras kometenhafter
Aufstieg von der barfüßigen Sängerin in den staubigen Kneipen von Mindelo zum
Weltstar wurde zu einer Legende. Fünf Grammy-Nominierungen, diverse Preise und
Goldenen Schallplatten brachten ihr den Ruf nicht nur als "Königin der Mornas",
sondern auch gleich als "Königin der Weltmusik" ein.
Obwohl Cesaria seit ihrer frühsten Jugend eine
professionelle Interpretin von Mornas war, gelangte sie erst mit über fünfzig
Jahren zu Ruhm. Ihre Gesangskarriere
begann jedoch schon im Jugendalter in den Hafenkneipen von Mindelo, wo sie vor
einheimischem Publikum und vor internationalen Seeleuten auftrat. 1988 wurde
Cesaria im Alter von 47 Jahren von einem Franzosen kapverdischer Herkunft, der
sie in Mindelo singen gehört hatte, nach Paris eingeladen. Dort nahm sie mit "La
Diva aux pieds nus" (Die barfüßige Diva) ihr erstes Album auf.
Schon bald war Cesaria auch
außerhalb der Gemeinde kapverdischer Einwanderer in Frankreich bekannt. Der ganz
große Erfolg kam dann 1993 mit dem Album "Miss Perfumado", das sich
allein in Frankreich über 200.000 mal verkaufte und Cesaria zum Weltstar
machte. Die nächsten Alben machten Cesaria Evora vor allem in den Vereinigten Staaten bekannt und führten zu
internationalen Tourneen und zu zahlreichen Kooperationen mit verschiedenen Künstlern wie
Ryuichi Sakamoto, dem brasilianischen Bossanova-Star Caetano
Veloso, Marisa Monte, Compay Segundo (Buena Vista Social Club) und anderen.
1998 erschien ein "Best Of"-Album von Cesaria Evora, auf dem auch eine Interpretation des berühmten
spanischen Liedes "Bésame Mucho" von Consuelo Valesquez zu finden ist. Besonders
hörenswert sind auch die Studio-Alben "Café Atlantico" (1999)
und "São Vicente di longe" (2001). Letzteres entstand in Rio de Janeiro, Havanna und
Paris unter Beteiligung des legendären brasilianischen Arrangeurs Jaques
Morelenbaum und knapp sechzig weiteren Musikern.

2002 erschien das Doppel-Album "Anthology",
das eine Auswahl der schönsten Mornas und Coladeras von Cesaria enthält, u.a.
auch den Klassiker "Sodade", diesmal im Duett mit dem angolanischen Sänger Bonga.
Für ihr 2003 erschienes Album "Voz
d´Amor" erhielt Cesaria Evora schließlich den Grammy. Im Frühjahr 2006
erschien das Album "Rogamar".
Diskographie:
1988 LA DIVA AUX
PIEDS NUS
1990 DISTINO DI
BELITA
1991 MAR AZUL
1992 MISS PERFUMADO
1994 SODADE (LES
PLUS BELLES MORNAS DE CESARIA)
1995 CESARIA
1996 A L'OLYMPIA
1997 CABO VERDE
1998 BEST OF CESARIA
EVORA
1999 REMIXES PAR
FRANCOIS K. & JOE CLOUSSELL
1999 CAFÉ ATLANTICO
2001 SÃO VICENTE DI
LONGE
2002 ANTHOLOGY
2003 VOZ D´AMOR
2006 ROGAMAR
(Quellen: Putumayo World Music;
www.cd-kritik.de)