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Geografie
Das „Grüne Kap“ (port.: „Cabo Verde“) wurde von den portugiesischen Seefahren 1444 an der Küste des heutigen Senegals, dort wo heute die senegalesische Hauptstadt Dakar liegt, entdeckt. Es war die erste grüne Region nach den endlosen Sahara-Stränden Nordwest-Afrikas. 1456
stießen die Portugiesen vor dem „Grünen Kap“ auf eine unbewohnte Inselgruppe
mitten im Atlantik, der 1460 der Name „Ilhas do Cabo Verde“ („Inseln des Grüne Kaps“ / Kapverdische Inseln) gegeben
wurde [15].
Die Kapverden bestehen aus neun bewohnten und sechs unbewohnten Inseln mit einer
Fläche von insgesamt 4.033 km², wobei die größte Insel Santiago etwa so groß ist
wie Rügen.
Inseln der Kapverden nach Fläche [11]
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Insel
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Fläche
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Santiago
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991 km²
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Santo Antão
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779 km²
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Boavista
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620 km²
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Fogo
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476 km²
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São Nicolau
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349
km²
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Maio
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269
km²
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São Vicente
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227 km²
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Sal
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216
km²
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Brava
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64
km²
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Unbewohnte
Inseln
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42
km²
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Gesamt:
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4.033
km²
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Die Inseln der Kapverden sind der südlichste und nach den Kanaren zweitgrößte
Archipel der im östlichen Mittelatlantik liegenden Vulkaninselgruppen (Azoren,
Madeira, Kanaren, Kap Verde). Diese Inselgruppen werden auch unter dem Namen Makaronesen
zusammengefasst, da sie untereinander
gewisse Ähnlichkeiten wie eine verwandte morphologische Formenwelt und eine an
endemischen Arten reiche Vegetation aufweisen [18].
Die Inseln der Makaronesen verdanken ihre Entstehung
dem Auseinanderdriften der Kontinente Afrika und Amerika, wodurch sich der
Mittelatlantische Rücken bildete. Während die Azoren direkt Gipfel des
Mittelatlantischen Rückens sind, befinden sich die anderen drei Inselgruppen
weiter östlich und stellen die Gipfel von sog. Schwellen (Kapverdenschwelle,
Kanarenschwelle), die vom Mittelatlantischen Rücken nach Osten auslaufen, dar
[18].

Lage der Inseln
Cabo Verde befindet sich auf halbem Wege zwischen
Portugal und Brasilien, oder anders gesagt: es befindet sich strategisch
günstig zwischen den drei Kontinenten Europa, Afrika und Amerika. Die
Inselgruppe liegt 540 km westlich der Küste des Senegals, 1.500 km
südwestlich der Kanaren, 3.000 km südwestlich von Lissabon, 2.700 km
nordöstlich von Brasilien und 3.400 km östlich der karibischen Inseln. Die
Mitte des Archipels bilden etwa der 16. nördliche Breitengrad und der
24. westliche Längengrad.
Die 9 bewohnten Hauptinseln bilden von der Lage
her einen nach Westen offenen Halbkreis und liegen über Norden und Osten nach
Süden wie folgt: Santo Antão, São Vicente, São Nicolau, Sal, Boavista, Maio,
Santiago, Fogo und Brava (s. Abb).

Kapverdischen Inseln
Außerdem liegen zwischen São Vicente und São Nicolau
die „Ilhas Desertas“ sowie nördlich von Brava die „Ilhéus Secos ou do Rombo“.
Die „Ilhas Desertas“ bestehen aus den drei unbewohnten Inseln
Santa Luzia (29 km²), Branco (3 km²) und Razo (7 km²). Die
„Ilhéus Secos ou do Rombo“ umfassen die kleinen und unbewohnten Eilande Grande (2 km²), Cima
(1,15 km²) und Luis Carneiro (0,22 km²).
Die Kapverden sind unterteilt in die Barlavento-Inseln
(„Inseln im Luv") im Norden, wie Santo Antão, São Vicente, São Nicolau,
Sal und Boavista, und die Sotavento-Inseln („Inseln im
Lee“) im Süden,
wie Brava, Fogo, Santiago und Maio. Die Inseln sind zu Verwaltungszwecken in
17 Bezirke (conselhos) unterteilt.
Bezirke der Kapverden (Daten von 2000) [20]
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Insel/Bezirk
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Hauptort
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Fläche
[km²]
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Bevölkerung
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Santiago
Praia
Santa Catarina
Santa Cruz
São
Domingos
São
Miguel
Tarrafal
São Vicente
Santo Antão
Paúl
Porto Novo
Ribeira Grande
Fogo
Mosteiros
São Filipe
Sal
São Nicolau
Brava
Maio
Boavista
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Praia
Assomada
Pedra Badejo
São Domingos
Calheta
Tarrafal
Mindelo
Ribeira Grande
Vila das Pombas
Porto Novo
Ponta do Sol
Mosteiros
São Filipe
Espargos
Ribeira Brava
Vila Nova Sintra
Vila do Maio
Sal Rei
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991
265
243
149
131
91
112
227
779
54
558
166
476
82
395
216
349
64
269
620
|
236.327
106.348
50.024
33.015
13.320
16.128
17.792
67.163
47.170
8.385
17.191
21.594
37.421
9.535
27.886
14.816
13.661
6.804
6.754
4.209
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Die naturräumliche Ausstattung der Kapverdischen
Inseln ist äußerst vielfältig und differiert sowohl innerhalb des Archipels von
Insel zu Insel als auch innerhalb kleinster Flächen auf den einzelnen Inseln
selbst. Die geologischen, morphologischen und klimatischen Gegensätze und die
daraus folgende unterschiedliche Vegetation und Landnutzung bewirken die für die
Kapverden so typische Heterogenität des Landschaftsbildes [18].
Für die landschaftliche Unterscheidung der Inseln
untereinander ist eine Einteilung in Gebirgs- und Wüsteninseln angebracht,
wobei die Verschiedenartigkeit zwischen diesen auf eine frühere Beendigung der
Vulkantätigkeit auf den Wüsteninseln zurückzuführen ist. Oft werden die
Kapverden in der Literatur auch in die drei Gruppen
- Nordwestliche Gebirgsinseln (Santo Antão,
São Vicente und São Nicolau)
- Östliche Wüsteninseln (Sal, Baovista,
Maio)
- Südliche Berg- und Vulkaninseln (Brava,
Fogo und Santiago)
unterteilt
[5]:
Von den nordwestlichen Inseln ist Santo Antão die
gebirgigste. Sie wird von Nordosten nach Südwesten von einem Gebirgsrücken, der
im 1.979 m hohen Tope de Coroa gipfelt, durchzogen. Von diesem
Gebirgsrücken erstrecken sich zum Meer hin zahlreiche bis 800 m tiefe Erosionstäler: die Ribeiras
[5]. Auffällig ist die unterschiedliche Vegetation
innerhalb der Ribeiras. Besonders im Nordosten sind diese grün und üppig, dort
wo reichlich Regenwasser in die Einzugsgebiete gelangt. Der südwestliche Teil
hingegen ist trocken und karg, da der Nordostpassat die Wolken von Nordosten
heran treibt, die Wolken jedoch in den Bergen hängen bleiben und den südlichen
Inselteil nicht mehr erreichen. Ähnlich geht es auch São Vicente und São
Nicolau, die auch gebirgig sind. Strände sind auf den nordwestlichen Inseln
rar. Die bekanntesten liegen auf São Vicente (Baía das Gatas, São Pedro).
Ein ganz anderes Bild bieten die drei östlichen Inseln
Sal, Boavista und Maio. Auf diesen war die Vulkantätigkeit früher beendet.
Durch Erosion sind glatt geschliffene Landschaften entstanden, aus denen nur
noch wenige bis 400 m hohe Restgipfel ehemaliger Vulkane ragen, was viel
zu klein ist, damit Wolken hängen bleiben und Regen liefern. Alle drei Inseln
sind daher karg und wüstenhaft. Und doch gibt es auch hier landschaftliche
Unterschiede. Die Böden werden auf allen drei Inseln aus verwitterten
magmatischen Gesteinen gebildet, jedoch werden diese durch Sedimente überlagert,
die der Harmattan, ein für die westliche Sahara typischer Wind, heranweht.
Diese Sedimente sind auf den einzelnen Inseln unterschiedlich verteilt. Während
auf Sal eine rötlich gefärbte Mondlandschaft aus verwitterten Vulkangesteinen
dominiert, ist gerade Boavista, die Insel, die am dichtesten am afrikanischen
Kontinent liegt, mit riesigen Wanderdünen aus feinem Saharasand überzogen. Alle
drei Inseln haben kilometerlange sandige Küsten. Überall dort, wo Sedimente
anlagern, sind Traumstrände vorzufinden.
Von den südlichen Inseln ist Santiago die größte. Sie
ist von einigen Gebirgszügen überzogen, die nicht ganz so hoch und spektakulär
sind wie auf Santo Antão. An der Küste sind an einigen Stellen gute Strände zu
finden, besonders in der Bucht von Tarrafal im Nordwesten, jedoch ist Santiago
i.A. keine Badeinsel. Die Ostküste fällt im Gegensatz zur Westküste steil zum
Meer ab und ist von mächtigen Ribeiras durchzogen. Von den südlichen Inseln ist
jedoch Fogo die auffälligste, sie ist kreisrund und ist eigentlich nur ein
einziger riesiger Vulkan, der im 2.829 m hohen Pico de Fogo gipfelt.
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Daten |
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Fläche:
4.033 km²
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Lage:
14°48’ bis 17°12’ nördliche Breite
22°40’ bis 25°22’ westliche Länge
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Anzahl der Inseln:
15, davon 9 bewohnt
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Küstenlänge:
1053 km
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Entfernungen:
Dakar:
540 km
Lissabon:
3.000 km
Äquator:
1.600 km
Kanaren:
1.500 km
Karibik:
3.400 km
Berlin:
5.600 km
Brasilien:
Fortaleza 2.600 km, Salvador 3.400 km, Rio de Janeiro 4.700 km [11]
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