Mayra Andrade wurde
in Kuba als Tochter Kapverdischer Eltern geboren. Sie lebte in Kap Verde, im
Senegal, in Angola und schließlich in Deutschland. Schon sehr jung
begeistert sie sich für brasilianische Musik. Mit 13 wird man bereits auf
sie und ihre Stimme aufmerksam. Sie wird ausgewählt, um in
Belgien bei einer Konferenz mit dem Dalai Lama zu singen. Im Jahre 2001
gewinnt sie einen Gesangswettbewerb in Kanada, bei dem 35 Länder vertreten
sind. Dies bedeutet den ersten Sieg einer Kapverdischen Künstlerin bei
einem internationalen Musikwettbewerb.
Nach dem Sieg bei dem
Gesangswettbewerb folgen weitere Auftritte, zunächst in Kap Verde in den
Städten Praia und Mindelo und danach in Lissabon zusammen mit Bau, dem
ehemaligen Mitglied der Band von Cesária Évora.
Im Juli 2002 wird
Mayra das erste Mal nach Frankreich eingeladen, um am Jazz-Festival „Rendez-Vous
de l’Erdre“ in Nantes teilzunehmen. Dort tritt sie neben zwei großen Damen
des internationalen Jazz’ auf, der New Yorkerin Sheila Jordan und der
Armenierin Datévik Hovanessian. Noch in Nantes singt sie zur Eröffnung des
„24. Film-Festivals der drei Kontinente“ a cappella. Auf dem „Festival de la
Harpe“ in Rennes ist sie das erste Mal die Hauptperson auf den Plakaten. Es
folgen Auftritte in Italien, der Schweiz, im Senegal, den Niederlanden,
Portugal, Spanien, Luxemburg, Marokko und in den Vereinigten Staaten. In
Brasilien präsentiert sie ihr Land bei der Aufnahme einer Single gegen AIDS, bei
der die besten portugiesischsprachigen Künstler vertreten sind, unter ihnen
auch Chico Buarque.
Als Vertreterin der
Kapverdischen Kultur zeigt Mayra ihren eigenen Stil. Mit ihrer tiefen,
warmen und samtweichen Stimme wechselt sie mit Leichtigkeit zwischen Morna,
Funana, Coladeira und Batuque, verbunden mit Elementen des Jazz’.
Im Mai 2006 begeistert Mayra Andrade
auf dem Africa-Festival in Würzburg. Zur gleichen Zeit erscheint in
Frankreich ihr erstes Album "Navega".
