Cabo Verde - Kapverdische Inseln


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    São Nicolau

    São Nicolau war ehemals das geistige und kulturelle Zentrum der Kapverdischen Inseln. Auf der Insel, die ab 1780 Bischofssitz war, wurde 1866 das älteste Priesterseminar Westafrikas gegründet, das zur Keimzelle der kapverdischen Literatur wurde [11]. São Nicolau ist gebirgig und gilt heute noch als Geheimtipp. Nur wenige Besucher verirren sich auf die idyllische, beschauliche und gastfreundliche Insel.

     

     Fläche  Hauptort

     349 km² (Rang 5)

     Ribeira Brava
     Einwohner  Hafen

     13.661 (Rang 6)

     Tarrafal
     Bevölkerungsdichte  Flughafen

     39 Einwohner/km² (Rang 7)

     Ribeira Brava

     Höchster Berg  Lage

     Monte Gordo, 1.312 m (Rang 4)

     Barlavento

 

 

 

 

[11], [21]

 

 

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    Geschichte

    • Entdeckung am 6. Dezember 1461 von Diego Afonso

    • Insel diente zunächst nur als Weideland

    • Besiedelung erst Mitte des 17. Jahrhunderts mit der Gründung des Ortes Porto da Lapa, erste Siedlerfamilien aus Madeira, Sklaven aus Guinea

    • regelmäßig Ziel der Angriffe niederländischer, englischer und französischer Piraten

    • 1693 Gründung von Ribeira Brava im Inselinneren aus Schutz vor Piraten

    • 1780 Verlegung des Bischofsitzes von Ribeira Grande (Santo Antão) nach Ribeira Brava

    • 1818 Bau der Festung in Preguiça

    • 1866 Gründung des ältesten Priesterseminars Westafrikas in Calejão nahe Ribeira Brava, zahlreiche Dichter und Intellektuelle gehen aus dem Priesterseminar hervor

    • 1917 Trennung von Kirche und Staat führt zur Schließung des Priesterseminars, Verlegung der Sekundarstufe nach Mindelo (São Vicente)

    • zwischen 1923 und 1931 erneutes Aufleben der Schule (Priesterseminar) auf São Nicolau

    • Seit Anfang des 20. Jahrhunderts: Dürre führt zur verstärkten Emigration

    • Bevölkerung seit den 1980er Jahren konstant

    [5], [11]

     

    Ribeira Brava

    Der 3.500 Einwohner zählende Hauptort der Insel liegt in einem tief eingeschnittenen Tal. Die Bebauung erinnert teilweise noch an die Kolonialzeit. Die mächtige im 18. Jh. gebaute Bischofskirche Igreja Matriz de N. Senhora do Rosário war einst die größte Kirche Westafrikas. Sie liegt an dem quadratischen Hauptplatz Ribeira Bravas. Im Geburtshaus des Dichters José Lopes da Silva befindet sich heute eine Bibliothek. Im nördlichen Zentrum liegt an der Ribeira Brava ("Wilder Fluss") das alte Rathaus, 200 Meter flussaufwärts das Priesterseminar [5].

     

    Preguiça

    Das kleine Fischerdorf Preguiça liegt 8 km südlich von Ribeira Brava und war seit dem 18 Jh. der Zugang zum Meer für Ribeira Brava. Die Verteidigungsanlage des Ortes wurde 1818 gegen die Übergriffe der Piraten errichtet [11].

     

    Porto da Lapa

    Porto da Lapa liegt an der Südküste der Insel und ist die älteste Siedlung der Insel. Seit 1988 ist der Ort unbewohnt [11].

     

    Monte Gordo

    Im Bergmassiv, das den Westteil der Insel beherrscht, gelegen ist der Monte Gordo der höchste Gipfel São Nicolaus.

     

    Tarrafal de São Nicolau

    Der Hafenort Tarrafal ist mittlerweile die größte Siedlung São Nicolaus, besitzt eine Thunfischfabrik und hat einen schwarzen Sandstrand zu bieten.

     

    Praia Branca

    Im Nordwesten der Insel etwas im Binnenland gelegen ist der Name Praia Branca ("Weißer Strand") etwas irreführend. Die Siedlung entstand durch die Verlegung des einstigen Küstenortes Praia Branca aufgrund ständiger Piratenüberfälle ins Inselinnere.

     

    Ribeira da Prata

    Das grüne "Piratental" Ribeira da P(i)rata liegt im äußersten Norden des Inselwestteils. Hier endet die befahrbare Straße von Tarrafal in den Nordwesten. Ebenso abgelegen und beschaulich ist daher der Ort.

 

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