
Geschichte
Entdeckung am 6. Dezember 1461 von Diego Afonso
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Insel diente zunächst nur als Weideland
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Besiedelung erst Mitte des 17. Jahrhunderts mit
der Gründung des Ortes Porto da Lapa, erste Siedlerfamilien aus Madeira,
Sklaven aus Guinea
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regelmäßig Ziel der Angriffe niederländischer,
englischer und französischer Piraten
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1693 Gründung von Ribeira Brava im Inselinneren
aus Schutz vor Piraten
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1780 Verlegung des Bischofsitzes von Ribeira
Grande (Santo Antão)
nach Ribeira Brava
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1818 Bau der Festung in Preguiça
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1866 Gründung des ältesten Priesterseminars
Westafrikas in Calejão nahe Ribeira Brava, zahlreiche Dichter und
Intellektuelle gehen aus dem Priesterseminar hervor
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1917 Trennung von Kirche und Staat führt zur
Schließung des Priesterseminars, Verlegung der Sekundarstufe nach Mindelo (São
Vicente)
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zwischen 1923 und 1931 erneutes Aufleben der
Schule (Priesterseminar) auf São Nicolau
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Seit Anfang des 20. Jahrhunderts: Dürre führt zur
verstärkten Emigration
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Bevölkerung seit den 1980er Jahren konstant
[5], [11]
Ribeira Brava
Der 3.500 Einwohner zählende Hauptort der Insel
liegt in einem tief eingeschnittenen Tal. Die Bebauung erinnert teilweise noch
an die Kolonialzeit. Die mächtige im 18. Jh. gebaute Bischofskirche Igreja
Matriz de N. Senhora do Rosário war einst die größte Kirche Westafrikas. Sie
liegt an dem quadratischen Hauptplatz Ribeira Bravas. Im Geburtshaus des
Dichters José Lopes da Silva befindet sich heute eine Bibliothek. Im
nördlichen Zentrum liegt an der Ribeira Brava ("Wilder Fluss") das alte
Rathaus, 200 Meter flussaufwärts das Priesterseminar [5].
Preguiça
Das kleine Fischerdorf Preguiça liegt 8 km
südlich von Ribeira Brava und war seit dem 18 Jh. der Zugang zum Meer für
Ribeira Brava. Die Verteidigungsanlage des Ortes wurde 1818 gegen die
Übergriffe der Piraten errichtet [11].
Porto da Lapa
Porto da Lapa liegt an der Südküste der Insel und
ist die älteste Siedlung der Insel. Seit 1988 ist der Ort unbewohnt [11].
Monte Gordo
Im Bergmassiv, das den Westteil der Insel
beherrscht, gelegen ist der Monte Gordo der höchste Gipfel São Nicolaus.
Tarrafal de São Nicolau
Der Hafenort Tarrafal ist mittlerweile die größte
Siedlung São Nicolaus, besitzt eine Thunfischfabrik und hat einen
schwarzen Sandstrand zu bieten.
Praia Branca
Im Nordwesten der Insel etwas im Binnenland
gelegen ist der Name Praia Branca ("Weißer Strand") etwas irreführend. Die
Siedlung entstand durch die Verlegung des einstigen Küstenortes Praia Branca
aufgrund ständiger Piratenüberfälle ins Inselinnere.
Ribeira da Prata
Das grüne "Piratental" Ribeira da P(i)rata liegt
im äußersten Norden des Inselwestteils. Hier endet die befahrbare Straße von
Tarrafal in den Nordwesten. Ebenso abgelegen und beschaulich ist daher der
Ort.